Waldbrand

Datum: 23. April 2019 
Alarmzeit: 10:35 Uhr 
Alarmierungsart: Funkmeldempfänger (kleine Gruppe) 
Dauer: 20 Stunden 25 Minuten 
Art: Brand  > B3  
Einsatzort: Heinrichstein 
Mannschaftsstärke: 10 
Fahrzeuge: HLF 20 , TLF 24/50 , ELW , zGWG (Ausgemustert)  


Einsatzbericht:

Tag 3 am Heinrichstein – Katastrophenfall ausgerufen

Die Brandwache hatte über Nacht keine weiteren Glutnester feststellen können. Doch gegen 10 Uhr stellte der Förster fest, dass es durch die starken Windböen die den Hang hoch wehten wieder zum erneuten Aufflammen des Waldbrandes gekommen war. Es wurden mehrere Einsatzabschnitte gebildet und versucht mit einer Riegelstellung das Feuer aufzuhalten. Stundenlang versuchte die Einsatzleitung einen Hubschrauber zur Unterstützung anzufordern. Am Abend traf dann ein Polizeihubschrauber aus Würzburg ein, der über einen Außenlastbehälter Wasser in den Steilhang flog.

Da die Kräfte an ihre Grenzen kamen und die Mittel nicht ausreichten, rief der Landrat um 15:35 Uhr den Katastrophenfall aus. Feuerwehren aus Bayern wurden angefordert, um eine Wasserversorgung über lange Wegestrecke von der Saale aufzubauen. Der Höhenunterschied von der Wasserentnahmestelle bis zum Tanklöschfahrzeug Bad Lobenstein betrug über 100 Meter. Durch die Reibungsverluste mussten deshalb mehrere Tragkraftspritzen als Verstärkerpumpe eingesetzt werden. Nachdem eine stabile Wasserversorgung aufgebaut war, konnte der Pendelbetrieb mit den Tanklöschfahrzeugen eingestellt werden.

Auch das THW aus Gera wurde angefordert um die Einsatzstelle großflächig auszuleuchten. Am Abend konnte dann „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden. Zur Sicherheit verblieb eine große Anzahl von Einsatzkräften über Nacht an der Einsatzstelle, um bei einem erneuten Aufflammen schnell reagieren zu können. 

Video von Heinz Roeske – >Hier klicken <