Waldbrand

Datum: 3. Juni 2020 
Alarmzeit: 13:21 Uhr 
Alarmierungsart: Funkmeldeempfänger (große Gruppe) 
Dauer: 4 Stunden 39 Minuten 
Art: Brand  > B3  
Einsatzort: Kleingeschwenda 
Mannschaftsstärke: 17 
Fahrzeuge: HLF 20 , TLF 24/50 , ELW , GW-L  
Weitere Kräfte: Bergwacht Meuselbach , DRK Betreuungszug , EFD SLF , FFW Drognitz , FFW Kleingeschwenda , FFW Lehesten , FFW Leutenberg , FFW Reichmansdorf , FFW Reitzengeschwenda , FFW Remda-Teichel , FFW Saalfeld , FFW Saalfeld-Crösten , FFW Saalfeld-Schmiedefeld , FFW Steinsdorf , FFW Unterwellenborn , FFW Wurzbach , KBI , Polizei  


Einsatzbericht:

Großeinsatz nach Blitzeinschlag – Feuerwehren aus zwei Landkreisen bekämpfen Waldbrand

Mehrere Feuerwehren aus den Landkreisen Saalfeld-Rudolstadt und Saale-Orla-Kreis wurden am Mittwochnachmittag zu einem Waldbrand in der Nähe von Kleingeschwenda alarmiert.

Ein Gewitter zog mit Blitz und Donner über die Region hinweg. Gegen 13.15 Uhr wurde bemerkt, dass es nach einem heftigen Blitzschlag eine starke Rauchentwicklung am Dornberg gab. Gleich mehrere Anrufer meldeten der Rettungsleitstelle in Saalfeld ihre Beobachtung. Vermutlich durch einen Blitzeinschlag ist unweit des Lothrabachtales ein Waldbrand entfacht worden.

Nachdem die ersten Einsatzkräfte an Brandort ankamen wurde die Alarmstufe auf „B3 Großbrand“ erhöht. Zahlreiche weitere Kräfte wurden nachalarmiert.

Mit einer geschickten Strategie konnte der schwierig zu erreichende Brand am Steilhang schnell gelöscht werden. Das Feuer wurde von 3 Seiten bekämpft und somit eine weitere Ausbreitung verhindert. Die Einsatzstelle wurde in 3 Abschnitten gebildet: Brandbekämpfung, Wasserversorgung und Bereitstellungsraum. Der Zugführer aus Bad Lobenstein übernahm den Abschnitt Wasserversorgung.

Aus zwei Teichen in Kleingeschwenda wurde das Löschwasser im Pendelverkehr zur Einsatzstelle gebracht. Während also aus den einen Tanklöschfahrzeugen das Wasser über mehrere Hundert Meter lange Schlauchleitungen zum Brandherd gepumpt wurde, besorgten andere Tanklöschfahrzeuge weiteres Wasser. Auch zwei Traktor-Gespanne mit Wasserbehältern halfen das Löschwasser zum Bereitstellungsraum zubringen. Desweiteren kamen zwei ATV’s zum Einsatz, um Material zu transportieren und eine bessere Lageerkundung in dem schwierigen Gelände durchzuführen.

Die Einsatzleitung überlegte auch einen Hubschrauber mit Löschwasser-Außenlastbehälter anzufordern. Doch die Wetterlage ließ den Anflug nicht zu, da erneute Gewitter in diesem Gebiet gemeldet waren.

Für die Feuerwehrkräfte an der vordersten Front war es eine besondere Herausforderung. Denn der Brandherd befand sich direkt in einer Steilwand. Um einen besseren Überblick zu bekommen und später auch mögliche Brandnester zu erkunden, war die Bergwacht Meuselbach mit ihrer Drohne alarmiert worden.

Beim Beginn des Löscheinsatzes war noch von einer mehrstündigen Einsatz auszugehen. Daher war auch die Betreuungsgruppe des DRK Saalfeld nachgefordert worden. Diese baute eine Versorgungszelt auf und versorgte die Kräfte mit Essen und Trinken. Doch das zielgerichtete Vorgehen der Kameraden erwies sich als äußerst wirksam. Gegen 16 Uhr konnte der Leitstelle Saalfeld Feuer aus gemeldet werden. Danach begann die schweißtreibende Arbeit mit Wärmebildkameras Glutnester aufzuspüren und abzulöschen. Eine Brandwache wurde durch die örtlichen Feuerwehren gestellt.

Das Ausmaß des Brandes wurde auf ca. 2,5 Hektar geschätzt. Gegen 17 Uhr waren alle Kräfte aus der Kurstadt wieder am Standort. Danach mussten die eingesetzte Technik und Fahrzeuge aufwendig gereinigt werden.

Die Feuerwehr Bad Lobenstein bedankt sich bei allen eingesetzten Kräften für die sehr gute und vorbildliche Zusammenarbeit.