Bahnunfall mit Kesselwagen

Datum: 19. Oktober 2019 
Alarmzeit: 9:18 Uhr 
Alarmierungsart: Funkmeldempfänger (kleine Gruppe) 
Dauer: 4 Stunden 12 Minuten 
Art: Übung  > Ü  
Einsatzort: Blankenstein, Hauptstraße 
Mannschaftsstärke: 10 
Fahrzeuge: HLF 20 , DLK 23/12 , GW-Deko  
Weitere Kräfte: DRK Betreuungszug , FFW Birkenhügel , FFW Blankenberg , FFW Blankenstein , FFW Gefell , FFW Harra , FFW Hirschberg , FFW Neustadt/Orla , FFW Schleiz , FFW Triptis , FFW Wurzbach , Polizei , WF Mercer Rosenthal  


Einsatzbericht:

Am Samstag den 19.10.2019 führte der Gefahrgutzug des Saale-Orla-Kreises gemeinsam mit der Werkfeuerwehr Mercer rosenthal eine Großübung in der Zellstofffabrik in Blankenstein durch. Gegen 9 Uhr wurde der Leiter der Werkfeuerwehr über einen Bahnunfall im Bereich der Ozonanlage informiert. Ein Kesselwagen der mit Wasserstoffperoxid beladen war ist entgleist und einen Hang hinunter gestürzt. Durch den Aufprall schlug der Kesselwagen Leck und es kam zu einem Böschungsbrand. Weiterhin wurden 4 Personen, die sich zum Zeitpunkt in der Ozonanlage befanden verletzt. Eine weitere verletzte Person befand sich im Gleisbett.

Nach Eintreffen der Werkfeuerwehr am Havarierort wird schnell klar, dass Kräfte und Mittel nicht ausreichen. Deswegen wurden weitere Feuerwehren der umliegenden Orte, der Gefahrgutzug, die Betreuungsgruppe DRK OT Blankenberg, der Rettungsdienst, sowie die Drehleiter aus Bad Lobenstein alarmiert.

Durch die Einsatzkräfte Werkfeuerwehr wurden zunächst die verletzten Personen in der Ozonanlage gerettet und über die Drehleiter aus Bad Lobenstein in Sicherheit gebracht. Ein Trupp unter schweren CSA ging zur weiteren Lageerkundung vor und brachte Düsenschläuche in Stellung, um austretende Dämpfe niederzuschlagen. Eine Notdekontamination wurde ebenfalls eingerichtet.

Durch die Feuerwehren Blankenstein, Blankenberg, Harra und Birkenhügel wurde eine Wasserversorgung zur Einsatzstelle aufgebaut, die verletzte Person im Gleisbett gerettet und der Böschungsbrand bekämpft.

Als der Gefahrgutzug eintraf, wurde die Einsatzstelle in Abschnitte getrennt. Eine Dekostrecke wurde durch die Feuerwehr Bad Lobenstein aufgebaut. Die Kräfte aus Hirschberg und Triptis führten Messungen durch und legten den endgültigen Absperrbereich fest. Weitere Trupps unter schwerem CSA wurden durch die Feuerwehren Schleiz und Triptis gestellt, diese führten auch alle Arbeiten am leckgeschlagenen Kesselwagen durch. Durch den Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz der Feuerwehr Wurzbach wurde eventuell benötigter Atemschutz bereitgestellt. Im Führungskraftwagen der Feuerwehr Gefell war der Sitz der technischen Einsatzleitung und Kontaktstelle zum betrieblichen Krisenmanagement. Der Rettungsdienst richtete gemeinsam mit der DRK Betreuungsgruppe einen Verletztenablageplatz ein und übernahm die Erstversorgung der verletzten Personen.

Die Übung verlief bis auf ein paar Kleinigkeiten erfolgreich. Eine Auswertung gab es im Anschluss im Rennsteigsaal bei einer Rostbratwurst und Getränk.

Die Feuerwehr Bad Lobenstein bedankt sich bei allen eingesetzten Kräften für die sehr gute Zusammenarbeit.