Dachstuhlbrand

Dachstuhlbrand

Datum: 2. November 2019 
Alarmzeit: 21:42 Uhr 
Alarmierungsart: Funkmeldempfänger (kleine Gruppe) 
Dauer: 12 Stunden 18 Minuten 
Art: Brand  > B3  
Einsatzort: Schmiedebach, Fröhliches Tal 
Mannschaftsstärke: 17 
Fahrzeuge: HLF 20 , DLK 23/12 , ELW  
Weitere Kräfte: Energieversorger , FFW Lehesten , FFW Ludwigsstadt , FFW Oßla , FFW Reichmansdorf , FFW Saalfeld , FFW Steinsdorf , FFW Wurzbach , Rettungsdienst  


Einsatzbericht:

Großbrand nahe der KZ Gedenkstätte Laura

Die Freiwillige Feuerwehr Lehesten wurde am Samstag gegen 21:30 Uhr durch die Leitstelle Saalfeld mit dem Alarmstichwort: B1-Feuerschein in das „Fröhliche Tal“ bei Schmiedebach alarmiert. Bei der ersten Erkundung durch den Einsatzleiter, wurde der Dachstuhl des Haupthauses im Vollbrand vorgefunden, ein Gebäudeanbau war zu diesem Zeitpunkt noch nicht betroffen. Bei dem Gebäude handelte es sich um ein ehemaliges Jugendheim nahe der „KZ Gedenkstätte Laura“, welches kein Bestandteil der Gedenkstätte ist.

Sofort wurden weitere Kräfte nachgefordert, so auch die Drehleiter aus Bad Lobenstein. Bis zum Eintreffen weiterer Kräfte unternahm die Feuerwehr Lehesten erste Maßnahmen der Brandbekämpfung.

Als die Drehleiter aus Bad Lobenstein in Stellung gebracht wurde konnte aber noch nicht mit den Löscharbeiten begonnen werden, da sich eine ausreichende Löschwasserversorgung schwierig gestaltete, aufgrund der Lage des Einsatzortes. Das Löschwasser musste vom ca. 2 Kilometer entfernten Dorfteich in Schmiedebach zur Einsatzstelle gepumpt werden. Dies übernahmen die Feuerwehren Lehesten, Wurzbach und Oßla. Der Aufbau einer langen Wegestrecke war auf Grund der Geländelage kraft- und zeitaufwändig. Der daraus resultierende Mangel an einer gesicherten Wasserversorgung führte zu einer Ausbreitung des Feuers auf den Gebäudeanbau.

So entstand die Notwendigkeit eine zweite Drehleiter aus Ludwigsstadt nachzufordern, um effektiver den Brand bekämpfen zu können. In mühsamer Schwerstarbeit mussten Schiefer und Bretter mit Einreißhaken entfernt werden, um das Dach zu öffnen und das Feuer zu löschen. Mehrere Trupps unter Atemschutz wurden im Innenangriff eingesetzt, da sich die Flammen in Zwischenböden und Zwischendecken ausgebreitet hatten.

Durch den Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz der Feuerwehr Saalfeld wurden ausreichend Atemschutzgeräte und Flaschen bereitgestellt. Der Rettungswagen aus Kaulsdorf übernahm die Brandabsicherung.

In den frühen Morgenstunden traf dann auch die angeforderte Schaumreseve des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt ein. Somit konnte begonnen werden über die Drehleiter ein Schaumangriff zufahren um die letzten Glutnester zu löschen und ein erneutes aufflammen zu verhindern.

Im Einsatz waren 8 Feuerwehren mit rund 100 Einsatzkräfte. Gegen 8 Uhr waren alle Einsatzkräfte aus Bad Lobenstein wieder am Standort. Die Nachbereitung der Atemschutztechnik, Schläuche und Einsatzbekleidung wird noch einige Tage in Anspruch nehmen. Dies war bereits der vierte Großbrand in diesem Jahr für die Stützpunktfeuerwehr Bad Lobenstein.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten Organisationen und eingesetzten Kräften für die sehr gute Zusammenarbeit.