HLF 10

Funkkenner:
– Florian Bad Lobenstein 01-42-01

Fahrgestell:
– Iveco

Aufbau:
– Magirus

Baujahr:
– 2016

Leistung:
– 299 PS

Besatzung:
– 1:8

 

Allgemein
Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge sind die vielfältigsten Fahrzeuge im deutschen Feuerwehrwesen. Sie haben sich aus den Löschgruppenfahrzeugen entwickelt, als die Feuerwehren erkannten, dass sich ihr Einsatzspektrum von der Brandbekämpfung zunehmend zur technischen Hilfeleistung verschiebt und deshalb ihre Löschgruppenfahrzeuge mit zusätzlicher Beladung zur Unfallhilfe ausrüsteten. Bereits vor ihrer Normung waren die HLF somit die vielfältigsten Geräte der Feuerwehr, die für alle denkbaren Einsatzsituationen wie Verkehrsunfälle, Gefahrguteinsätze und natürlich herkömmliche Brandeinsätze Verwendung fanden.

Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug ist eine vergleichsweise junge Fahrzeuggattung der deutschen Feuerwehren, für die erst seit Anfang des 21. Jahrhunderts DIN-Normen existieren. Zuvor verwendeten viele Feuerwehren eigene Konstruktionen die sich außerhalb der gängigen Normen für Tanklöschfahrzeuge, Tragkraftspritzenfahrzeuge und Löschgruppenfahrzeuge bewegten oder mussten auch für kleinere Einsätze Rüstwagen mitführen. Oft wurden solche Eigenkonstruktionen dann „Hilfeleistungslöschfahrzeug“ (HLF) genannt. Die erste Norm war die für ein HLF 20/16 (heute HLF 20) vom November 2004 sollte einen Kompromiss zwischen der alten Norm des LF 16/12 und den nicht genormten Sonderkonstruktionen darstellen. Dementsprechend wurde 2007 dann auch das HLF 10/6 (heute HLF 10) geschaffen, das sich an die ehemalige Norm für das LF 8/6 mit Zusatzbeladung für technische Hilfeleistung anlehnt. Bei den Kurzbezeichnungen steht die erste Zahl für die Nennfördermenge der Feuerlöschpumpe in Liter pro Minute bei 10 bar Förderdruck; die Zahl hinter dem Schrägstrich zeigte in den vormaligen Namen das (Mindest-)Volumen des Wassertanks in 100 Liter gemäß Norm an. Praktisch gab es in der Folge auch Fahrzeuge mit größerem Wassertank (z.B. HLF 20/20 mit 2000 Liter Wasserbehälter), die aber dennoch unter den jeweiligen, unten aufgeführten Typen subsumiert werden. Mit den neuen Typenkürzeln ist dieser Umstand hinfällig geworden.